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CASTOR 4228M

Eine einsame und eindrucksvolle Spätherbst-Tour auf den Castor (4223 m): Mit der ersten Gondel von Zermatt aufs Klein Matterhorn (Halbtax ca. 63 CHF) starteten wir über den verschneiten Gletscher. Der Zustieg war ruhig und wellig, wir waren praktisch allein. In Gletscherausrüstung (Seil, Helm, Steigeisen) gingen wir die gut 14 km und 923 Höhenmeter an. Oben begrüßte uns ein messerscharfer Grat und eine himmlische Aussicht über die Wolken – mit unzähligen Viertausendern, allen voran die Dufourspitze, klar und majestätisch im Panorama.

Fazit

Auch wenn am Castor alles perfekt lief, bleibt klar: Solche Hochtouren verlangen Respekt. Gletscher, Spalten und schnelle Wetterwechsel machen gute Ausrüstung und ehrliche Selbsteinschätzung unverzichtbar. Jeder Schritt auf Schnee und Eis braucht volle Konzentration.
Gleichzeitig sind wir dort oben nur Gäste. Rücksicht, sauberes Verhalten und das Bewahren der Ruhe gehören dazu – genauso wie das Genießen des Gipfelmoments. Wer die Berge mit Respekt behandelt, erlebt sicherere und ehrliche Touren.

Castor – Unsere Hochtour auf den Zwillingsgipfel

Der Tag begann mit der ersten Gondel von Zermatt hinauf aufs Klein Matterhorn. Schon die Fahrt hinauf fühlte sich wie ein Übergang in eine andere Welt an – von herbstlichen Farben im Tal zu einer frischen, verschneiten Gletscherlandschaft auf knapp 3 900 m. Mit Halbtax kostet die Gondel rund 63 CHF, aber der Moment beim Ausstieg, wenn die Tür aufgeht und die Stille der Höhe einen empfängt, ist fast unbezahlbar.

Überrascht vom vielen Neuschnee für Ende September, schnallten wir unsere Gletscherausrüstung an: Steigeisen, Seil, Helm. Und dann ging es los – nur wir zwei, eine weite weiße Fläche und ein sanfter Wind, der über den Firn strich. Die 14 km Distanz verteilten sich angenehm über Wellen, Mulden und breite Hänge. Es war einer dieser seltenen Tage, an denen man spürt, dass man den Berg fast für sich allein hat.

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Über den messerscharfen Grat zum Castor

Mit zunehmender Höhe öffnete sich das Panorama immer weiter. Der weite Blick über die Wolkenschicht war fast surreal – als würde man über einem weißen Meer unterwegs sein. Kurz vor dem Gipfel erreichten wir den berühmten Grat zum Castor: schmal wie eine Schneide, luftig, präzise zu gehen und enorm beeindruckend.

Die 923 Höhenmeter hatten wir gut in den Beinen, aber die klare Luft, die Weite und die Ruhe gaben uns zusätzlichen Schub. Schritt für Schritt tasteten wir uns über den Grat, immer mit diesem himmlischen Blick über die Wolken hinweg. Zahlreiche Viertausender standen im Rund – und besonders die Dufourspitze ragte stolz und gestochen scharf aus dem Panorama heraus. In diesem Moment wurde die Tour zu etwas ganz Besonderem: Stille, Höhe und absolute Konzentration vereint.

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Gipfelglück, ruhiger Abstieg & Rückkehr ins Tal

Oben auf 4 223 m herrschte eine fast feierliche Ruhe. Keine anderen Seilschaften, kein Geräusch außer ein paar leichten Windzügen – ein Gipfel ganz für uns. Dieses Gefühl, in völliger Einsamkeit auf einem Viertausender zu stehen, bleibt lange.

Der Abstieg verlangte wegen des frischen Schnees nochmals Aufmerksamkeit, doch die Spur führte sicher zurück über den Gletscher. Die Wolken öffneten zwischendurch Lücken und gaben immer wieder Blicke in die Tiefe frei, bis wir schließlich wieder die Station erreichten. Mit der letzten Gondel des Tages fuhren wir zurück nach Zermatt – müde, zufrieden und erfüllt von einem dieser seltenen Tage, an denen Timing, Wetter und Stimmung einfach perfekt zusammenpassen.

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