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SKIHOCHTOUR STEGHORN

Unsere Skitour aufs Steghorn begann auf der Engstligenalp: Mit dem Auto unten geparkt, fuhren wir mit der Gondel hoch, tourten durch ein langes, breites Couloir in sehr hartem, wechselhaftem Schnee, setzten Steigeisen, Seil und Gurt ein, kletterten eine steile Passage bis zum Gipfel – und fuhren über eine extrem steile Abfahrt (bis zu 50°) zurück ins Tal. Technisch anspruchsvoll (ZS+), dafür lawinensicher – und mit atemberaubender Aussicht Richtung Wallis und Bern.

Fazit

Diese Tour aufs Steghorn hat uns wieder gezeigt, wie wichtig Respekt vor den Bergen ist. Steile Hänge, harter Schnee und technische Passagen verlangen volle Konzentration, saubere Ausrüstung und ein gutes Team. Gleichzeitig steckt genau darin der Reiz: das alpine Gefühl, der Mix aus Klettern und Skitouren, das gemeinsame Meistern jeder Herausforderung. Am Ende bleibt ein riesiger Moment von Freiheit, Freude und Dankbarkeit – und die Lust, wieder zurückzukommen.

Der Auftakt & die Stimmung beim Start

Schon beim Einstieg spürten wir das Kribbeln: Wir parkten unten in Engstligenalp, packten unser Material aus und stiegen in die Gondel – die Kabinenfahrt war mehr als nur ein Beförderungsmittel, sie war unser Gate­way in eine vergletscherte, stille Winterwelt. Oben an der Bergstation war es eisig, der Wind war leise, aber konstant – und wir ahnten sofort, dass dies keine gemütliche Hüttentour werden würde. Vom Lift fuhren wir ein Stück weiter nach vorne bis zum Skilift, setzten unsere Skier an und blickten auf das mächtige Couloir vor uns.

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Der Aufstieg durch das Couloir & Kletterpassage

Das Couloir war lang und breit – eine überwältigende Schneeschlucht, die uns forderte. Der Schnee war überwiegend hart, nur hier und da tauchte weicheres, gebrochenes Firn auf, was das Tourengehen technisch anspruchsvoller machte als erwartet. Aber genau das machte es spannend: Wir mussten jeden Schritt planen, hielten inne, um uns zu orientieren, atmeten die klare Bergluft ein. Als wir das Ende des Couloirs erreichten, wurden die Steigungen massiv: bis zu 50 Grad steil zog sich das Gelände in Zickzack-Sektionen hoch. Hier war Vorsicht geboten – wir legten den Klettergurt an, schnallten die Steigeisen an und packten die Skier auf den Rucksack. Das Seil wurde gespannt, und wir kletterten Meter um Meter nach oben, in eine hochalpine, technische Zone. Jeder Griff, jeder Tritt fühlte sich wichtig an.

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Gipfel, Panorama & der steile Abstieg

Oben angekommen – was für ein Moment! Der Gipfel des Steghorns auf ~3’147 m bot uns einen grandiosen Rundblick auf die Grenze Bern/Wallis. Hinter uns die Route nach Engstligen, vor uns ein Panorama, das einen Atemstocken ließ: in der Ferne das Wallis, die Eisflanken, das Licht auf den Schneebergen. Wir genossen diesen Augenblick der Ruhe, bevor wir uns auf den anspruchsvollsten Teil der Tour vorbereiteten. Der Abstieg zurück nach Engstligenalp war unglaublich steil – eine 50°-Passage, technisch sehr fordernd, ein ZS+ (sehr schwierig) nach SAC-Skitourenskala. Wir steuerten sorgfältig, spürten das Adrenalin bei jedem Schwung, und erreichten schließlich das Tal mit einem Gefühl von Erleichterung, Stolz und Ehrfurcht vor dieser Bergwelt.

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